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Kopftuch in der Schule, u.a. - Halbzeit beim deutschen Katholikentag in Ulm

Kopftuch in der Schule, lebendige Kirche, Ökumene ...
Halbzeit beim deutschen Katholikentag in Ulm


In Ulm ist Halbzeit beim 95. deutschen Katholikentag. Bis Sonntag dauert das große Christentreffen noch, im Mittelpunkt bisher standen ökumenische Fragen; so stieß heute Vatikan-Kardinal Walter Kasper mit einem Vortrag auf große Resonanz. Aber auch Themen wie Bioethik oder Kopftuchstreit wurden heiß debattiert.


Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan verteidigte vehement ihren Vorstoß für ein Verbot von Kopftüchern in der Schule. Für die CDU-Politikerin ist dies eine Frage der Eignung und Befähigung einer Lehrerin. Dass sie nun ein Gesetz machen müsse, habe das Bundesverfassungsgericht den Ländern aufgegeben Darüber lasse sich auch in der Tat streiten. Schavan unterstrich: "Aber die Sache ist wichtig genug, dass wir uns damit intensiv beschäftigen. Denn letztlich steckt dahinter eine kulturpolitische Debatte, übrigens eine europäische kulturpolitische Debatte; letztlich steckt dahinter die Frage, wie wir in einer religiös immer pluraler werdenden Gesellschaft gute Spielregeln miteinander vereinbaren, die den sozialen Frieden und das Miteinander fördern, die Toleranz befördern. Und da darf man nicht Toleranz mit Ignoranz verwechseln, man darf auch nicht Toleranz mit Blauäugigkeit verwechseln, sondern man muss im Zweifelsfall auch bereit sein, unangenehme Entscheidungen zu fällen, weil dies der Schutz in der öffentlichen Schule so verlangt."



Auch der Apostolische Nuntius Erwin Josef Ender ist nach Ulm gekommen. Er nimmt zum ersten Mal am deutschen Katholikentag teil. "Ich entdecke nach 40 Jahren eben jetzt unsere deutsche Kirche in ihrer Vielfalt; ich hab manches dazu gelernt, manches neu entdeckt an neuen Gemeinschaften, an neuen Initiativen, die große Initiative der Laien. Es ist ein Abbild der Realität der heutigen Kirche in Deutschland - und mein erster Eindruck ist, sie kann sich sehen lassen."
Inmitten einer säkularisierten Gesellschaft hat es die Kirche nicht immer leicht. Doch der Katholikentag, sagt Ender, ist ein Zeichen von Lebendigkeit: "Ich komme von Prag, und dort - hieß es - sei die säkularisierteste Gesellschaft in Europa, wo sich 60 % nicht mehr zur Religion bekennen, nicht nur zum Christentum." In seiner Zeit als Nuntius in Prag habe er die Lebendigkeit der tschechischen Kirche erfahren können, und jetzt erfahre er das Leben, das in der zu häufig schlechtgeredeten deutschen Kirche stecke.
Der langjährige CDU-Arbeitsminister Norbert Blüm meinte uns gegenüber: „Die öffentliche Meinung ist eine große Macht, und daran muss man sich auch beteiligen. Im stillen Kämmerlein die Überzeugungen auszutauschen und sich wechselseitig zu bestätigen, hilft gar nichts, die Christen müssen auf die Marktplätze, und so ein Kirchentag - von dem muss eine Position ausgehen. Etwa auch in der Frage, wird Gott in die Privatsphäre abgedrängt oder ist er eine öffentliche Größe; das ist kein Spiel, das ist eine Existenzfrage einer humanen Gesellschaft." Quelle: Radio Vatikan


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